Götzis - Gävle - Doha: Niklas Kauls Weg soll in die Wüste führen

Von Tommy Rhein, AZ 17.01.2019 2018 gelang Niklas Kaul vom USC Mainz der Sprung in die Zehnkampf-Weltspitze. Im neuen Jahr heißt das Ziel Katar, wo im Herbst die WM stattfindet. Zum Auftakt startet der Saulheimer aber zunächst bei drei Hallen-Wettkämpfen

MAINZ - 2018 wird Niklas Kaul sicherlich nie vergessen. Sein vierter Platz beim EM-Zehnkampf in Berlin verfrachtete den 20-Jährigen im Eiltempo in die Weltspitze. Im neuen Jahr gilt es, daran anzuknüpfen. Die Vorbereitungen haben längst begonnen. Und auch der Plan steht: Götzis – Gävle – Doha. Drei Zehnkämpfe will Kaul 2019 absolvieren. Im Idealfall. Im österreichischen Götzis geht es im Mai vor allem um die WM-Qualifikation. Im Juli steht in Gävle (Schweden) die U 23-EM an, wo Kaul natürlich Favorit wäre, und sich ebenfalls noch für Doha qualifizieren könnte, wo dann Ende September die Leichtathletik-WM ansteht.

„Der etwas ungewohnte Terminplan mit der späten WM lässt genügend Zeit zwischen den Wettbewerben“, sagt Kaul. Drei Starts wären also kein Problem, sofern Verletzungen ausbleiben und er sich einen Startplatz für Doha ergattern kann. Der Plan steht also, auch wenn zuletzt erst einmal Pause war. Kaul nutzte die Feiertage, um abzuschalten. „Das war nach den anstrengenden Tagen vor Weihnachten auch wirklich wichtig“, sagt er. Aktuell ist er längst wieder im Training, bereitet sich auf die Hallen-Saison vor. Bei den Rheinland-Pfalz-Meisterschaften will er im Hürdenlauf, Stabhochsprung und eventuell auch im Kugelstoßen antreten. Bei den Süddeutschen Meisterschaften und Deutschen Hochschulmeisterschaften ebenfalls über Hürden und mit dem Stab. „Diese Disziplinen sind akutell im Fokus. Es läuft auch sehr gut, aber man will natürlich schauen, wo man steht“, sagt Kaul. Bei allen Wettbewerben viele Augen auf ihn gerichtet sein.

20-Jähriger schwärmt von Trainingsgruppe.

In aller Munde war zuletzt auch Trainingspartner Manuel Wagner, der den Nachwuchsförderpreis des Landessportbundes erhalten hat – wie Kaul im Vorjahr. Der nächste Kandidat für die Weltspitze? „Ich hoffe es doch“, sagt Kaul. „Die Chance ist auf jeden Fall da, er entwickelt sich gut und hat bereits seine Konstanz bei internationalen Wettkämpfen bewiesen.“ In jedem Fall profitiere er davon, eine solche Qualität im Training zu haben. „Unsere ganze Gruppe ist toll. Besonders im Winter hätte man sonst nur halb so viel Spaß“, sagt Kaul. Gute Vorzeichen also, um 2019 nachzulegen.Quelle (mehr...)