USC-Zehnkämpfer Manuel Wagner erhält Nachwuchsförderpreis

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AZ, 14.1.2019 MAINZ - Leichtathlet wird bei Landessportlerwahl ausgezeichnet. Mathias Mester und Miriam Welte erhalten Einzel-Preise. Mannschaftsehrung für Gehörlosen-Tennisspieler.

MAINZ - Mathias Mester hatte den Mund vor der Ehrung der Landessportlerwahl des Landessportbundes Rheinland-Pfalz (LSB) ziemlich voll genommen. Der Para-Speerwerfer des 1. FC Kaiserslautern hatte angekündigt, im Falle eines Sieges bei der Wahl nackt durch das SWR-Studio laufen zu wollen, wo die Preisverleihung im Rahmen der Fluchtlicht-Sendung stattfand. Und dann gewann Mester tatsächlich mit 24,7 Prozent aller Stimmen. Und jetzt? „Ich habe das noch nicht mit meiner Freundin besprochen, aber ich mache das lieber nicht“, lächelte Mester, der als erster Behindertensportler zum rheinland-pfälzischen Sportler des Jahres gewählt worden ist. Jason Osborne vom Mainzer Ruderverein wurde Dritter. Ringer Denis Kudla von Alemannia Nackenheim landete auf Rang vier. Apropos SWR: Für Moderator Christian Döring war es nach 500 Sendungen die letzte Flutlicht-Ausgabe. Das Ende einer Ära.

Manuel Wagner machte im Gegensatz zu Mester keine Versprechungen. Dabei hätte der Zehnkämpfer des USC Mainz allen Grund zur Freude gehabt. Der 19-Jährige, der im vergangenen Jahr Vierter bei der U20-WM geworden war, wurde von der Jury mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet. „Das ist eine große Ehre für mich“, sagte Wagner. „Zumal das vergangene Jahr für mich gar nicht so gut gelaufen ist.“ Nach einigen Rückschlägen war es Wagner gelungen, zum Höhepunkt der Saison seine Top-Leistung abzurufen - auch eine Qualität. Entsprechend sind seine Ziele aber auch für 2019. „Ich will mich in den einzelnen Disziplinen verbessern und bei den großen Wettkämpfen überzeugen“, sagte Wagner. Geht es nach Trainerin Stefanie Kaul müsste Wagner dafür noch etwas an Masse zulegen. „Ich esse auch viel und gerne“, lächelte der 19-Jährige. „Leider sieht man das nicht so.“ Als Nachwuchssportler des Jahres tritt Wagner in die Fußstapfen seines Klubkollegen Niklas Kaul.

Bei den Sportlerinnen setzte sich die Bahnradsprinterin Miriam Welte vom 1. FC Kaiserslautern durch. Damit gewann Welte den Titel zum fünften Mal. Bei der UCI-Bahn-WM wurde Welte zweimal Weltmeisterin. Davon träumt wahrscheinlich auch Alessa-Catriona Pröpster. Die 17-jährige Bahnradsprinterin des RSC Ludwigshafen wurde mit dem Nachwuchsförderpreis ausgezeichnet.

DIE ERGEBNISSE

Sportlerin des Jahres: 1. Platz Miriam Welte (1. FC Kaiserslautern) 23,61 Prozent; 2. Gesa Krause (Silvesterlauf Trier) 21,66; 3. Christin Hussong (LAZ Zweibrücken) 19,25; 4. Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) 18,13; 5. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) 17,24. Sportler des Jahres: 1. Mathias Mester (1. FC Kaiserslautern) 24,70; 2. Pascal Ackermann (RW Edelweiß Kandel) 21; 3. Jason Osborne (Mainzer Ruderverein) 18,91; 4. Denis Kudla (Alemannia Nackenheim) 18,52; 5. Richard Schmitt (RV Treviris Trier) 16,87. Mannschaft des Jahres: 1. GSV Neuwied (Gehörlosen-Tennis) 22,70; 2. Lotto-Kern Haus (Rennradsport) 22,05; 3. TG Nieder-Ingelheim (Aerobicturnen) 19,26; 4. AV Speyer (Gewichtheben) 18,75; 5. TTG Bingen/Münster-Sarmsheim (17,24).

Die Kategorie „Mannschaft des Jahres“ war zuletzt häufig eine Domäne der rheinhessischen Kunstrad-Duos. Nach dem Karriereende von Julia und Nadja Thürmer sowie der verletzungsbedingten Pause von André und Benedikt Bugner ging Rheinhessen diesmal leer aus. Die Aerobicturner Paul Engel und Patricia Steinjan von der TG Nieder-Ingelheim landeten auf Rang drei, die Tischtennismannschaft des TTG Bingen/Münster-Sarmsheim belegte Platz fünf. Dafür gewann erstmals ein Team aus dem Behindertensport: Die Gehörlosen-Tennisspieler Urs Breitenberger und Hans Tödter vom GSV Neuwied.(Quelle AZ mehr...)