Mainzer Leichtathleten dominieren Rheinland-Pfalz-Meisterschaften

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AZ, 29.1.2019 von Tommy Rhein. Favoritensiege, aussichtsreiche Talente und neue Bestmarken: USC Mainz und TSV Schott Mainz lassen in Ludwigshafen keine Zweifel an ihrer Spitzenposition im Bundesland

LUDWIGSHAFEN - Die Favoriten haben geliefert. USC-Talent Gesa Tiede bringt drei Medaillen mit aus Ludwigshafen, die Mittelstrecken-Experten des TSV Schott heimsen ebenfalls reihenweise Titel ein. In allen Jahrgängen und nahezu allen Disziplinen geht Edelmetall nach Mainz. Die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften der Leichtathleten waren aus Sicht der zwei großen Vereine in der Landeshauptstadt abermals ein Riesenerfolg. Zumal beide das Ergebnis aus dem Vorjahr toppen konnten. 42 Medaillen machten den USC erneut zum stärksten Verein, 29 mal Edelmetall sind neuer Rekord für den TSV Schott.

Höhepunkte gab es dabei reichlich. Bereits im Vorfeld versprach das 60-Meter-Duell bei den U 18-Juniorinnen viel. Sina Kammerschmitt (TG Worms) hatte mit 7,61 Sekunden das bessere Ende für sich. Gesa Tiede (7,80) blieben neben der Silbermedaille aber auch die beiden Titel über 60 Meter Hürden und mit der 4-x-200-Meter-Staffel als Trost. „Das war eine Superleistung von der Kontrahentin aus Worms“, fand auch Harry Letzelter. Der Sportliche Leiter des USC sparte aber auch nicht mit Lob für die Mainzer Athleten. „Das Gesamtergebnis war natürlich hervorragend. So stark waren wir in den letzten acht bis zehn Jahren nicht“, sagt Letzelter. Besonders erfreulich waren für ihn die zahlreichen Überraschungen im Junioren-Bereich. Bei der U 16 erwartete der USC in diesem Jahr eher wenig. Besonders Celina Henrich (viermal Edelmetall) und Sarah Holbach (zweimal Gold) bewiesen das Gegenteil. „Das war richtig gut. Eigentlich sah es in dieser Altersklasse nach einer Delle aus“, so Letzelter.

Bei den Aktiven, wo die Ausbeute im Vorjahr überraschenderweise recht gering war, lieferten diesmal alle Favoriten ordentliche Leistungen ab. Gold für Gianina Gartmann (200 Meter), Niklas Kaul (60 Meter Hürden), Franziska Heidt (400 Meter) oder Silber für Hochspringer Tomas Janda sprechen für sich. „Viele Wettkämpfe waren zudem sehr eng“, ergänzt Letzelter. So wäre auch der eine oder andere Titel mehr – oder eben weniger – möglich gewesen. Beispielsweise der Sieg der 4-x-200-Meter-Staffel der männlichen U 20. Die wurde jedoch disqualifiziert. „Ärgerlich“, findet Letzelter. „Das wäre auch die DM-Norm gewesen, nun müssen wir uns die am kommenden Wochenende noch sichern.“

Norm-Frust hatte auch Nicole Krämer. Die Hürden-Sprinterin des TSV Schott holte zwar Silber (8,76 Sekunden) in Ludwigshafen, verpasste die DM-Qualifikation jedoch um eine Hundertstel. „Das war trotzdem super“, lobt Matthias Ströher. Der Sportliche Leiter freute sich zudem über die zahlreichen Titel seiner Athleten. Vor allem über die Mittelstrecken mit Gold für Erik Barzen, Bianca Prokopowicz (beide 800 Meter) und Abdi Uya (1500 und 3000 Meter) sowie zahlreiche weitere Medaillen und Top-Platzierungen. „Besonders Biancas Leistung ist hervorzuheben. Sie ist quasi im Alleingang eine starke 2:11 gelaufen“, lobt Ströher. Auch Barzen, der sich in „einem stark besetzten Lauf“ auch durch taktisch gutes Verhalten durchsetzte, verdiente sich ein Sonderlob. „Insgesamt war das schon ein super Ergebnis für den TSV Schott“, ergänzt Ströher. Egal ob Sprint, Mittelstrecke oder in den technischen Disziplinen. In Letzteren glänzte U 18-Talent Liam Plantz mit 12,28 Metern im Dreisprung. Das bedeutete Gold und Bestleistung. Und war ein weiterer Beweis, wie stark die Mainzer Leichtathletik in der Breite aufgestellt ist.