16-jährige Gesa Tiede läuft der U 20 davon

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AZ 15.1.2019 - USC-Leichtathletin macht den nächsten Schritt und qualifiziert sich für die U 20-DM im Februar. Starker Jahresauftakt auch für weitere Athleten des USC und TSV Schott Mainz.

FRANKFURT/MANNHEIM - Über die besonders großen Talente braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Die Ergebnisse sprechen für sich. Leichtathletin Gesa Tiede ist so ein Talent. Die 16-Jährige hat bereits im Vorjahr gezeigt, dass in ihrer Altersklasse kaum ein Weg an ihr vorbeiführt. Zum Auftakt des neuen Jahres hat sie das bestätigt – allerdings eine Altersklasse übersprungen. 7,75 Sekunden über 60 Meter und 8,67 Sekunden über 60 Meter Hürden bedeuteten beim Meeting in Frankfurt jeweils den Tagessieg bei der U 20, dazu unterbot sie jeweils die U 20-DM-Norm und lief im Sprint persönliche Bestleistung.

Tomas Janda scheitert nur knapp an den 2,10 Metern

„Diese Zeiten sind schon auf Endlauf-Niveau für die DM“, spart Harry Letzelter nicht mit Lob. Der Sportliche Leiter des USC Mainz erklärt zudem, dass Tiede nicht ohne Grund bereits bei der U 20 startet. „Auf ihrem Niveau ist das sinnvoll.“ Dazu kommt, dass die U 18 in der Halle keine DM hat, für Tiede wäre die Saison also auf Ebene der Süddeutschen Meisterschaften beendet gewesen. Nun kann sie bereits für Sindelfingen planen, wo Ende Februar die wichtigen Medaillen vergeben werden.

Gut aus den Startlöchern kam auch Hochspringer Tomas Janda. 2,07 Meter bedeuteten den Tagessieg in Frankfurt. Dazu leistete er sich kaum Fehlversuche. Bei 2,10 fehlte ihm allerdings etwas das Glück. Die DM-Norm hatte er aber ohnehin bereits im Sommer geschafft. „Ich war etwas überrascht, da seine Trainingsleistungen zuletzt nicht unbedingt in diese Richtung deuteten“, sagt sein Trainer Helmut Hurst. Nun hofft er, dass sein Schützling konstant diese Höhen springt – und auch die 2,10 Meter schafft. „Dann werden wir sicher auch in Leipzig bei der DM an den Start gehen“, sagt Hurst. Dort wird der USC auch durch Sprinterin Gianina Gartmann vertreten sein. In Frankfurt präsentierte sie sich über 60 Meter (2./7,57 Sekunden) und 60 Meter Hürden (2./8,47/persönliche Bestzeit) in starker Verfassung. „Hätte sie im Sprint nicht den Start verschlafen, wäre noch deutlich mehr möglich gewesen“, sagt Letzelter. Gartmann scheint nach einem Jahr beim USC nun tatsächlich an ihre Bestform anzuknüpfen.

800 METER ZURÜCK IM PROGRAMM

Die Mittelstreckler dürfen sich freuen. Nachdem der süddeutsche Leichtathletik-Verband die 800 Meter aus dem Programm der süddeutschen Meisterschaften gestrichen hatte (wir berichteten) – und es Proteste einzelner Vereine gab – ruderte der Verband nun zurück. Die Strecke ist wieder im Programm.

Parallel zeigten sich in Mannheim vor allem die Mittelstreckler. Bianca Prokopowicz (TSV Schott) knackte mit 58,03 Sekunden über 400 Meter ihre persönliche Bestzeit. Der USC freute sich über U 16-Läufer Luca-Pascal Pfeiffer, der die 800 Meter in Bestzeit von 2:14,78 Minuten lief. Elf Sekunden schneller als im Sommer. TSV Schott-Neuzugang Helen Marhöfer sorgte für ein weiteres Ausrufezeichen. Die U 18-Sprinterin steigerte sich auf 8,16 Sekunden, siegte im Endlauf. „Da kommt bestimmt sogar noch mehr“, lobt Trainer Matthias Ströher. Auch Sven Bogs, der in Frankfurt an den Start ging, verdient sich warme Worte. „Das war eine deutliche Steigerung“, so Ströher über den U 18-Sprinter, der die 60 Meter in 7,46 und die 200 Meter in 23,77 Sekunden bewältigte. Oder Sara Bohamed (TSV Schott/W 15), die in Saarbrücken die 800 Meter in 2:28,93 Sekunden lief. Talente gibt es in Mainz eben einige. Und die lassen Taten sprechen.(Quelle AZ mehr...)